Test-Video | Suzuki C 1500 T

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Online seit: 25.04.2013

Testbericht

Suzuki C 1500 T

Suzuki C 1500 T

Die langstreckentaugliche Suzuki C 1500 T im bitterbösen Outfit

Die langstreckentaugliche Suzuki C 1500 T im bitterbösen Outfit












































































  














































 


Suzuki
Intruder C 1500 T – Schwarz, praktisch und erstaunlich wendig

Endlich
hat auch Suzuki wieder einen reisetauglichen Cruiser mit Seitenkoffern
und großem Windschild im Programm. Dass als Basis die vergleichsweise
sportliche Suzuki M 1500 herhalten durfte, ist für die neue C 1500 T
kein Problem – ganz im Gegenteil.
   
Die Einladung zur
Suzuki-Präsentation der neuen Intruder C 1500 T kam sehr kurzfristig und
ich wusste auch gar nicht so recht, was mich an der portugiesischen
Algarve in der "Suzuki Wintervilla" (die im übrigen von jedem, der dem
tristen Alltag in der Heimalt entkommen möchte, ab sofort das ganze Jahr
über gebucht werden kann) erwarten würde – das sind erstaunlich oft die optimalen
Voraussetzungen für einen gelungenen Motorradtest. Auch diesmal war es
wieder so, die Gegend bot genau das, was man zum Motorradfahren braucht:
Guten Asphalt und eine Menge Kurven.



Überraschend sportliches Handling.

Kurven für einen Cruiser?
Fährt man mit so etwas nicht besser nur geradeaus? Tja, weit gefehlt,
die C 1500 T mag mit ihrem langen Radstand von 1675 Millimetern zwar
auch schnurgerade Strecken, wirklich wohl fühlt sie sich aber in
abwechslungsreichen Kurvengegenden. Traut man der 363 Kilo schweren
Maschine im Stand und beim Rangieren weder agiles Handling noch
sportliche Ausbrüche zu, so ist dieses Vorurteil während der Fahrt wie
weggeblasen. Wendig und sogar recht handlich fährt sich die Intruder C
1500 T durch nahezu alle Radien. Ganz enge Ecken liegen ihr naturgemäß
nicht, aber selbst anspruchsvolle Wechselkurven lassen sich ungeahnt
flott durchpflügen. Offenbar haben die Suzuki-Ingenieure schon bei der M
1500, auf der die C 1500 T aufbaut, größten Wert auf Sportlichkeit
gelegt. Dementsprechend wurde auch in Sachen Sitzposition ein guter Job
geleistet, man fühlt sich sehr wohl im nur 700 Millimeter hohen Sattel
und hat mit dem breiten, nicht zu sehr gekröpften Lenker alles gut im
Griff.



   


Modernste Zutaten im Triebwerk.

Noch beeindruckender
wird diese Performance, wenn man bedenkt, dass die mächtige Suze mit
einem fetten 200er-Hinterreifen daher kommt – ich hätte sie jedenfalls
viel störrischer und weniger wendig erwartet. Ebenso wird man vom
Triebwerk nicht enttäuscht, die 79 PS bei 4800 Umdrehungen des stärksten
V2-Motors seiner Klasse mit 1452 Kubik Hubraum geben ihr bestes,
immerhin werden hochmoderne Zutaten verarbeitet: SDTV-Benzineinspritzung
(Suzuki Dual Throttle Valve), Vierventil-Zylinderköpfe, Doppelzündung
und spezielle SCEM-Zylinderbeschichtung.( Suzuki Composite
Electrochemical Material).



Automatik-Modus dank 2. Gang


Wirklich beeindruckend ist in diesem Kapitel dennoch das ordentliche
Drehmoment von 131 Newtonmeter, das bereits bei 2600 Umdrehungen anliegt
und die Maschine bei niedrigen Drehzahlen förmlich vorwärts wirft – wie
man es von einem guten Cruiser auch erwarten darf. Je höher gedreht
wird, desto weniger spektakulär wird dann aber die Leistungsentfaltung.
Wer die C 1500 T vermeintlich sportlich fahren will und bis zum
Begrenzer ausdreht, tut sich damit also nicht unbedingt etwas Gutes.
Allerdings erfordert der unglaublich lang übersetzte zweite Gang des
Fünfganggetriebes ein gewisses Ausdrehen, zu frühes Schalten in den
dritten Gang lässt den großen V2-Motor nämlich ziemlich stampfen. Wer
also will, kann wie im ”Automatik-Modus” ab 30 km/h den zweiten Gang
einlegen und ihn erst bei knapp 130 km/h sanft in den Begrenzer
schicken.






Die
vordere Einscheibenbremse kommt mit dem hohen Gewicht gerade so zurecht.
Tankuhr
und Ganganzeige entschädigen für den fehlenden, aber verzichtbaren
Drehzahlmesser.


Das Fahrwerk ist äußerst komfortabel aber auch stabil. Wem die
Trittbretter egal sind, kann auf der Suzuki Intruder C 1500 T durchaus
sportlich um die Kurven wetzen.



Ein Fahrwerk wie auf Wolken.



Das kommt wiederum der ursprünglichen Bestimmung des Tourers entgegen –
möglichst bequem mit wenig Aufwand weite Etappen zurücklegen. Und da
zeichnet sich eine weitere Überraschung ab: Das Fahrwerk ist trotz
seiner Stabilität überaus komfortabel abgestimmt, auch schlimm
zugerichtete Fleckerlteppiche werden sänftenartig überrollt. Selbst ganz
arge Schlaglöcher, die mich, oder besser meinen Hintern in
Alarmbereitschaft versetzen, fühlen sich beim Überfahren plötzlich wie
harmlose Kanaldeckel an. Damit ist sie sowohl motorisch als auch
fahrwerksseitig und schließlich auch ausstattungsmäßig für die ganz
große Reise gewappnet. Das riesige Windschild hält den Sturm bis knapp
150 km/h im Zaum, für eine angenehme Geräuschkulisse auch vom Motor her
empfehle ich eine Reisegeschwindigkeit zwischen 120 und 130 km/h.


Erstmals Hartschalen auf einem
Suzuki-Cruiser


Eine kleine Premiere gibt es beim Gepäcksystem, die Intruder C 1500 T
ist der erste Suzuki-Cruiser mit serienmäßigen Hartschalenkoffern. Wer
dadurch ein unausgereiftes System vermutet, liegt aber völlig falsch.
Die Koffer sind robust, nehmen eine ordentliche Menge an Gepäck auf und
die Plastikwand am hinteren Ende erleichtert das Beladen ungemein. Das
lässt erahnen, dass sich die Techniker einiges dazu überlegt haben und
auch die Dichtungen wirken durchaus hochwertig und wasserdicht – was ich
bei der ersten Ausfahrt glücklicherweise nicht testen musste. Zu einer
eher gemütlichen Fahrweise passt letztlich auch die Bremsanlage, vorne
müht sich eine Einzelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser samt
Doppelkolbenzange ab und erfordert eine Menge Handkraft. Daher sollte
sie durch die effizientere hintere 275-Millimeter-Scheibe, ebenfalls mit
Doppelkolbenzange unterstützt werden, um akzeptable Verzögerung zu
erreichen.

 


Der
kraftvolle V2-Motor ist der stärkste seiner Klasse, der dumpfe Sound
entspricht der Optik.

Die
Hartschalen-Koffer lassen sich gut bepacken, die zusätzliche Last fällt
bei 363 Kilo fahrfertig nicht wirklich ins Gewicht.


Der Windschutz ist durch die hohe und breite Scheibe sehr gut, für eine
angenehme Klangkulisse sollte sich die Reisegeschwindigkeit bei rund 130
km/h einpendeln.



Fazit

Die Suzuki Intruder C 1500 T ist eine überaus glaubwürdige
Interpretation des Themas Touring Cruiser. Der Motor ist modern und
überzeugt mit guten Fahrleistungen, ohne dabei auf die typischen und
erwünschten Vibrationen eines mächtigen V2-Motors zu verzichten. Das
Fahrverhalten ist überraschend sportlich und gleichzeitig komfortabel.
Die Ausstattung ist hochwertig und an der massiven Scheibe und den
praktischen Hartschalenkoffern merkt man, dass auf gute Qualität hoher
Wert gelegt wird. Bleibt schließlich noch die Optik, die auf jegliche
Farbtupfer verzichtet und stattdessen auf böses Schwarz setzt. Vor allem
die mattschwarz lackierten Teile wie Auspuff oder Gabel und der
behutsame Umgang mit Chrom wirken besonders edel und machen die Suzuki
Intruder C 1500 T zu einem nicht nur hochwertigen, agilen und
reisetauglichen sondern auch äußerst feschen Cruiser.


Interessante Links:

Text: 1000ps


Fotos:
1000ps


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Suzuki Intruder C 1500 T -- Schwarz, praktisch und erstaunlich wendig
Endlich hat auch Suzuki wieder einen reisetauglichen Cruiser mit Seitenkoffern und großem Windschild im Programm. Dass als Basis die vergleichsweise sportliche Suzuki M 1500 herhalten durfte, ist für die neue C 1500 T kein Problem -- ganz im Gegenteil.